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Begeisterung für den Orientierungslauf am Schaffhauser sCOOL-Cup |
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Rot-weisse
Flaggen im Gelände, Schüler mit Karten in den Händen, Eltern die für ihren
Nachwuchs mitfiebern und auf Medaillen hoffen, Lehrerinnen und Lehrer, die die
letzten Tipps geben: Sie prägten am Mittwochnachmittag das Bild im Breitenau -
Areal, wo zum sechsten Mal der Schaffhauser sCOOL-Cup stattfand.
Rangliste 168.73 Kb
Es waren zwar
nicht ganz so viele Teams wie im Vorjahr gekommen, doch die 111 Teilnehmenden durften
sich für die kleine Region sehen lassen. Laufleiterin Doris Zehnder war
jedenfalls damit zufrieden. Priska Ringli liess als Bahnlegerin gegenüber
früher in umgekehrter Richtung starten: „Der Einstieg ist so einfacher, die
Posten im etwas schwierigen, kleinen Wäldchen kamen so erst zum Schluss." Die
Kaderläufer Lea Müller und Severin Howald sorgten am Start dafür, dass alles
rund lief. Sie halfen den Kindern und Jugendlichen die Karte zu norden und instruierten
den richtigen Umgang mit dem Badge, der elektronisch die Zeiten erfasst: „Ihr
müsst aufpassen: Das Lämpchen muss leuchten, die Kontrolleinheit pfeiffen, dann
könnt ihr weiterlaufen. Und vergesst nicht die Postennummer zu konrollieren."
Die meisten der Kinder hatten dieses Prozedere recht gut im Griff, denn viele
von ihnen hatten zuvor schon geübt und sich auf den sCOOL-Cup vorbereitet. Die
Primarschule Hemishofen zum Beispiel hatte eine Projektwoche OL hinter sich und
dabei im Wettkampf-Arrreal sogar schon trainiert. Die im OL erfahrene Lehrerin
Käthi Kohler konnte entsprechend mit einem Siegerteam (Benjamin Götz und Jonas
Morgenegg) und einem zweiten Rang (Lisanne Simonis/Chantal Bodmer) in der
Kategorie bis 4. Klasse nach Hause fahren. Unter diesen Voraussetzungen gab's
dann trotz der vielen Posten nur sechs Teams die irgend etwas falsch gemacht
hatten und nicht klassiert werden konnten. Wenn's in der Eile nach gutem Lauf
ausgerechnet der etwas neben dem Weg liegende letzte Posten war, der fehlte,
war das natürlich ärgerlich. Doch nächstes Jahr gibt es ja wieder eine Chance.
Ein Plädoyer für
den OL in der Schule gab der Kaltenbacher Lehrer Urs Wegmüller: „Ich mache OL
auf unserer Schulhauskarte, weil die Schüler Freude daran haben. OL ist die
einzige Laufsportart, bei der keiner angetrieben werden muss. Die Postenjagd
motiviert und wenn noch die elektronische Zeitmessung dazu kommt, springt der
Funken." So organisierte Urs Wegmüller, der während der WM 2003 mit seiner
Familie zu diesem Sport fand, auch schon einen Eltern- und Familien-OL im
Stammerberg. Diesmal hatte er allerdings nur ein Team zu betreuen, hofft aber
nächstes Jahr wieder mit mehr Schülern dabei sein zu können.
Zum Schluss liefen
die Kaderläufer, nachdem sie fleissig Autogrammkarten signiert hatten, selbst
noch eine Runde. Severin Howald - in seinem ersten Elite-Jahr steckend - lief
auf der langen Bahn eine Zeit von 8:21 Minuten: Da dürften sich die 9.51
Minuten von Laurin van der Haegen und Tobias Kobelt von der Kanti Schaffhausen
durchaus sehen lassen - eine gute Zeit. Lea Müller lief auf der kurzen Runde eine
Zeit von 5.07 Minuten: Doch statt sich mit der Weltklasse zu messen plagt sie sich
auch nach einer Operation weiterhin ihre Achillessehne herum: „Kurze Distanzen
kann ich problemlos laufen, mehr liegt jedoch nicht drin." Sie hat nurmehr
wenig Hoffnungen, dass sie an den Weltmeisterschaften in Norwegen doch noch
starten kann. Dabei möchte das Schweizer Staffelteam auf sie, die schon mithalf
Gold zu gewinnen, bauen.
Schüler aus 21
Schulen waren am diesjährigen sCOOL-Cup mit dabei. Die Medaillen wanderten in
12 Schulhäuser. Die International Scool hatte sechzehn Teams im Einsatz -
konnte aber trotz der Anfeuerungsrufe viele Eltern in diesem Jahr keine
Medaille beanspruchen. Die Primarschule Uhwiesen stellte demgegenüber drei
Teams, die gleich alle auf das Podest liefen (Doppelsieg durch Joel Giger und
Raphael Anderegg sowie Jonas Brütsch und Giuliano Cesari bei den 5./6.
Klässlern sowie 3. Platz von Katja Brütsch und Debora Knöpfli bis 4. Klasse).
Bemerkenswert, dass Michelle Haas und Shirin Ritter bei den 5./6. Klässlern von
der Primarschule Steig schneller im Ziel waren als auf der gleichen Strecke in
der gleichen Kategorie die oben erwähnten Knaben aus Uhwiesen. (Text Beat Meier)
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