Schaffhauser sCOOL-Cup auf der Breitenau am Welt-Orientierungstag



Internationaler Touch am Schaffhauser sCOOL-Cup



Englisch war zu Beginn die dominierende Sprache am 12. Schaffhauser sCOOL-Cup auf der Breitenau. Die International Scool of Schaffhausen ISSH war mit ihrer Truppe als erste auf dem Wettkampfplatz erschienen und schickte 17 Teams mit ihren grünen Schulshirts ins Rennen.


Von Beat Meier (Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser.)


Das passte zum am gleichen Tag stattfindenen Welt-Orientierungstag, den der internationale Verband ausgerufen hatte. An diesem 11. Mai fanden an 2537 Destinationen in der ganzen Welt Wettkämpfe mit Orientierungscharakter statt, so auch in Grönland und Südafrika, in Tasmanien und Brasilien. Der Anlass vermochte mehr als 100000 Sportler zu bewegen. 170 liefen in Schafhausen mit. Passend war auch, dass mit Julia Gross und Andres Kyburz zwei internatonal erfahrene und erfolgreiche Spitzenläufer ihre Erfahrungen am Start an die Kinder und Jugendlichen weiter gegeben haben: Sie motivierten, erklärten das Startprozedere und sorgten dafür, dass alle die Karte richtig in den Händen hatten und die richtige Weglaufrichtung zum ersten Posten wählten. Gewandt erledigten sie diese Aufgabe – Englisch ist am Weltcup und bei den Weltmeisterschaften die zentrale Sprache. Die OLG Schaffhausen hatte zudem englische Postenbeschreibungen gedruckt. Die Kinder der ISSH kamen gut vorbereitet zum Wettkampf. Dank Lehrern und Eltern waren sie optimal betreut. Geoffrey Eisenstat aus Canada ist an der ISSH zuständig für den Sport: „Für unsere Schule ist es wichtig, dass die Schüler in Kontakt kommen mit dem Alltagsleben in der Schweiz. Da gehört der Sport dazu und deshalb ist für uns der sCOOL-Cup ein wichtiger Anlass.“ Die Schüler hatten schon im Gelände trainiert, viele waren zudem nicht zum ersten Mal dabei. Fürs Training wurde der sCOOL-Bus verpflichtet und es gab einen OL-Einführungskurs. Eisenstat: „Für uns ist es zentral,  den Kindern Kartenlesen zu lernen . Wir haben das Thema während sechs Wochen im Lehrplan. Und sind stolz, wenn die Kinder am Schluss der Ausbildung, die auch Materialien wie Stadtpläne, Landeskarten u.a.m. umfasst, sich orientieren können. Wir freuen uns, wenn wir hören, dass sie ihre Eltern mit dieser Fähigkeit übertrumpfen.“ Die meisten Teams der ISSH konnten klassiert werden und bei den 5./6.-Klässlern war die Schule mit zwei Plätzen gleich doppelt auf dem Podest vertreten. Noch hat sich das Training nicht für alle ausgezahlt – einige liefen zu hektisch und verwechselten so Posten oder liessen einen aus.

Die nächste grosse Truppe die sich beim Badhüsli an der Nordseite des Breitenauarreals die Startnummern  und die Badges für die Postenkontrolle besorgte, war die Schule Hallau, die aus Unter- und Oberstufe  mit zwanzig Teams präsent war. Dabei fehlte infolge eines Klassenlagers die Mittelstufe. In Hallau wird OL gross geschrieben, letzten Herbst gab es zusammen mit den Neunkirchern sogar einen OL im Wald, wie Oberstufensportlehrerin Kerstin Hänseler berichtete. Mit der Schulhauskarte und einem Turnhallen-OL wurden die Hallauer Schüler, sie hatten die Reise nach Schaffhausen unter Mithilfe der Eltern zusammen angetreten, auf den Anlass vorbereitet. Die Hallauer stellten neun von zehn Teams bei den Mädchen A (7.-9. Klasse) und waren auch bei den Jüngsten (1./2. Klasse) ohne Konkurrenz. Zu den drei vollständigen Medaillenplätzen in diesen Kategorien gesellten sich drei weitere Podestplätze.

Etwas unglücklich kämpfte die kleine Primarschule Hemishofen, die begleitet von OL-Läuferin Käthi Kohler mit sechs Teams im Verhältnis sehr präsent war: Zwei Mal der vierte Platz, dabei die Medaille von den Mädchen der 5./6. Klasse nur um 6 Sekunden verpasst  wurde, war etwas Pech. Doch in einem Jahr kann der Sprung nach vorn gelingen.

Insgesamt waren 19 Schulen am Anlass vertreten, Medaillen gingen an die Sekundarschule Uhwiesen, die Kantonsschule Schaffhausen, die Sekundarschule am Bach, die Primarschulen Dachsen, Steig und Breite (beide Schaffhausen), Schanz (Stein am Rhein), Merishausen, Hammen (Thayngen) und Lohn – also breit verteilt über den ganzen Kanton. Das wird motivieren – für die Organisatorin Doris Ochsner war es jedenfalls eine Freude so die Siegerehrung durchzuführen. Die beiden Spitzenathleten, die zuvor Autogramms verteilten, hatten alle Hände voll zu tun die schönen Medaillen abzugeben.

Der sCOOL-Cup in Schaffhausen ist jeweils auch attraktiv für die lokalen Medien: Die Schaffhauser Nachrichten und Radio Munot waren vor Ort.

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