Erstmals über zehntausend Teilnehmer an den sCOOL-Cups


Das OL-Schulprogramm sCOOL hat im 13. Jahr seines Bestehens gleich zwei statistische Eckpfeiler aufgestellt: Mit 10‘386 Startenden lag die gesamte Teilnehmerzahl der sCOOL-Cups erstmals über der Zehntausender-Marke. Und mit rund 2000 registrierten Schulhauskarten hat sich die Zahl der kartierten Schulareale seit dem Weltrekordtag 2003 nahezu verdoppelt.

Seit 2002 (Tour de Suisse), 2004 (Cups) und 2007 (sCOOL@School) hat sCOOL einen festen Platz im Angebot von Swiss Orienteering und hat sich zu einem Nachwuchsprogramm entwickelt, das mit seinen engen Verbindungen zu den Schulen von anderen Sportverbänden gerne kopiert würde. Allerdings gibt es nur wenige Sportarten wie der Orientierungslauf, wo die Verknüpfung nicht nur zum Sportunterricht sondern auch zu anderen Fächern und zum Lehrplan gegeben ist.

Die Zahlen des sCOOL-Jahres 2014 sprechen für sich: An 23 sCOOL-Cups (mit Teilnehmenden aus 23 Kantonen) starteten mit 10‘386 Läuferinnen und Läufern so viele wie noch nie in den vorangehenden zehn Jahren. An den 153 Tour-de-Suisse-Etappen kamen 11‘958 Schülerinnen und Schüler mit dem OL-Sport in Kontakt. Und weitere 599 erhielten bei sCOOL@School vertieften Unterricht zum Thema „sich orientieren“. Damit ist die kumulierte Zahl aller sCOOL-Beteiligten auf 236‘372 angewachsen. Oder anders ausgedrückt: Auch in diesem Jahr waren bei sCOOL fast dreimal mehr Kinder und Jugendliche als Orientierungsläufer aktiv als der Verband Mitglieder zählt.

Ursula Wolfensberger, die auf diese Saison hin die Leitung des sCOOL-Teams übernommen hat und weiterhin die Tour-de-Suisse-Etappen koordiniert, wertet denn auch diese Saison als sehr erfolgreich. „Es ist erstaunlich, dass wir beim ersten Aufruf alle Tour-de-Suisse-Etappen besetzen konnten, obwohl die Schulen erstmals einen Beitrag bezahlen mussten“, sagt Wolfensberger. Dadurch sind zusätzlich über 25‘000 Franken in die sCOOL-Kasse eingegangen – angesichts des limitierten Budgets nicht unwichtig, um das sCOOL-Angebot auf annähernd gleichbleibendem Standard weiter betreiben zu können.

Besonders erfreulich ist für Ursula Wolfensberger auch die Entwicklung hinsichtlich der Schularealkarten. „Das hängt sicherlich auch mit der Tour de Suisse und den sCOOL@School-Projekten zusammen.“ Kontinuierlich würden weitere Anfragen zu Schulkarten eingehen, zudem würden diese Zahlen auch zeigen, dass die Zusammenarbeit der Vereine mit den Schulen in diesem Bereich gut funktioniert.

Wenige neue Aspekte gibt es bei den sCOOL-Cups zu erwähnen. Nach der ersten Austragung eines sCOOL-Cups für die Kantone Nid- und Obwalden fehlen nur noch Jura, Glarus und Wallis bis zum schweizweit flächendeckenden Cup-Programm. „Das Cup-Angebot variiert nach wie vor zwischen sehr grossem Event und kleiner Veranstaltung. „Viele Organisatoren haben über die Jahre für ihre Veranstaltung den passenden Charakter gefunden“, meint Wolfensberger dazu. „Da geht es vom Lauf, der auch für die Bevölkerung ist, über den Tagesanlass, den die Klassen mit der Schulreise kombinieren, bis hin zu einem Wettkampf, bei dem die Teilnehmenden nur für den Lauf hinfahren.

Eine geringere Zahl als in den Vorjahren resultierte bei sCOOL@School, wobei dies nicht mit dem Angebot, jedoch mit der leicht veränderten Struktur ohne Schwerpunktregionen zusammenhängt. „Jene, die schon mal dabei waren, machen wieder gerne mit. Und zunehmend melden sich die Schulen direkt bei Annelies Meier, unserer sCOOL@School-Verantwortlichen.“

Fragt man die sCOOL-Leiterin nach Schwachpunkten, so kommt ein Aspekt hervor, der mit dem neuen Projekt der Stiftung OL Schweiz eine Aufwertung erhalten sollte (siehe separaten Text). „Etliche Klubs hängen an die Tour-de-Suisse-Etappen keine weiteren Aktivitäten an. Die Tourleiter geben Informationen ab, das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist da, aber was mit der Etappe lanciert wurde, geht dann nicht weiter. Hier scheint mir das Verbesserungspotenzial noch ziemlich gross“, konstatiert Wolfensberger.