Stimmungsreicher sCOOL-Cup im Breitenau-Areal


Das kühle Wetter und gelegentliche Regengüsse konnten der Stimmung beim 10. Schaffhauser sCOOL-Cup in der Breitenau nichts anhaben. 88 Teams waren gestartet und brachten viel Leben ins sonst eher stille Areal.

"So kühl wie heute war es noch nie an einem sCOOL-Cup, Regengüsse hatten wir hingegen auch schon" bilanzierte Doris Ochsner, die bei den zehn Wettkämpfen immer in leitender Funktion mit dabei gewesen ist. Gelaufen wurde immer im Breitenau-Areal: Die  Jugendlichen können da gut betreut werden und im geschlossenen Gebiet nicht verloren gehen. Priska Ringli sorgt als Bahnlegerin dafür, dass der Wettkampf auch für "Routiniers" unter den jungen Sportlern Jahr für Jahr spannend bleibt: „Wir haben verschiedene Bahnkonzepte. Weil die regelmässigen Teilnehmer ja alle zwei bis drei Jahre die Kategorie wechseln müssen, haben sie durchaus die nötige Abwechslung. Zudem ändert sich die Karte ständig. So mussten wir dieses Mal im nördlichen Teil neue Gebäude eintragen, zudem gibt es Gebüsche, die ab- oder ausgeholzt werden oder nachwachsen, kleine Objekte wechseln ihre Positionen." Das bedeutet auch, dass nicht nur Posten gesetzt sondern auch die Karte jedes Jahr korrigiert werden muss.

Wenn der sCOOL-Cup beginnt, dann herrscht jeweils ein riesiges Gedränge im Startbereich. Hansjörg und Barbara Herzog haben alle Hände voll zu tun, um die nervöse Schar zu bremsen. Die Aufregung war so gross, dass – auch weil gerade die Sonne durchdrückte – eine Viertelstunde früher als geplant gestartet wurde. Riccardo Rancan und Jannis Schönleber, die von Junioren-Nationalkader an den Anlass delegiert wurden, gaben Tipps und sorgten dafür, dass die Karte richtig gehalten wurde und die ersten Schritte vorbereitet waren. Beide kamen mehr oder weniger direkt vom Trainingslager in Schweden, wo sie sich auf die Junioren-Weltmeisterschaften vorbereitet hatten. So konnte mindestens bis zum ersten Posten nicht viel schief gehen. Unterwegs liefen die einen zielstrebig, die anderen weniger sicher in die gefragte Richtung. Im Gelände standen Helferinnen und Helfer um bei allzu grossen Problemen weiter zu helfen. Schliesslich waren es nur zehn Teams die meist wegen fehlenden Posten nicht klassiert werden konnten.

Besonders stark war der Drang ins Ziel gegen Schluss des Wettkampfes – was dazu führte, dass der etwas abseits der direkten Linie stehende letzte Posten in Sichtweite des Ziels gelegentlich vergessen ging. Die langen Gesichter kamen dann doch wieder ins Strahlen, wenn die letzten Meter noch einmal gelaufen und der ominöse Posten gestempelt werden durfte und so doch noch eine einigermassen gute Klassierung zustande kam. Obwohl die Medaille deshalb vielleicht unwiderruflich weg war ...

In der diesjährigen Rangliste stehen in den meisten Kategorien die regelmässigen OL-Läufer, die meistens im Sinn des sCOOL-Cups mit einem Klassenkameraden, der mit der Sportart noch nicht so vertraut ist, ganz oben. Allen voran die Familie Zehnder, die in drei Siegerteams vertreten war. Doch leicht fiel der Zehnder-Jugend das Siegen nicht unbedingt. So entschied bei den Jüngsten nur eine Sekunde zugunsten der 2.-Klässler von der Breite, Cyrill Zehnder und Ben Waldvogel gegenüber den Hallauern mit Timo Gasser und Anouk Bouvard. In der Kategorie A, d.h. 7.-9. Schuljahr, waren die Felder der Startenden gegenüber früher erfreulich gross und es wurde um die Teilnahme am OL des Schweizer Schulsporttages gelaufen. Jonas Brütsch und Jonas Wolter von der Kantonsschule und Katja Brütsch mit Aline Steinmann von der Sekundarschule Uhwiesen liefen am schnellsten, doch letztere müssen sich nächste Woche noch bei den Zürchern bewähren. Für die Schaffhauser Farben waren Lena Netzhammer und Kathrin Fäth mit drittbester Zeit am Schnellsten.