Schaffhauser sCOOL-Cup in der Breitenau


76 Teams, begleitet von Eltern und Lehrern sowie betreut von den Helferinnen und Helfern der OLG Schaffhausen, brachten eine gute Stimmung auf das Areal der Breitenau: Es war wieder einmal sCOOL-Cup!

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Auch bei der neunten Auflage dieses Wettbewerbs herrschten auf der Breitenau optimale Bedingungen. Ungewohnt war einzig das hohe Gras, das ausnahmsweise durchquert werden durfte. Die Kinder und Jugendlichen zeigten sich einmal mehr begeistert vom Anlass.

Besonders stark im „fanen“ war die Schule Hallau/Oberhallau, die mit 42 Kindern und fünf Lehrkräften nach Schaffhausen gefahren war. Vor drei Jahren stand eine kleine Hallauer Truppe erstmals am Start beim sCOOL-Cup. „Seither gibt es bei uns eine Begeisterung für diesen Anlass, die immer mehr Schüler erfasst“ erklärte Susanne Bouvard, die als Sportlehrerin vom erzieherischen Wert des Orientierungslaufs überzeugt ist. Die Schüler aller Klassen übten anhand von Plänen das Kartenlesen. Nächstes Jahr soll dann auch eine Schulhauskarte zur Verfügung stehen und ein noch wettkampfnäheres Training ermöglichen. An einem von der OLG Schaffhausen angebotenen Kurs haben sich einige vom Lehrerteam die Fähigkeiten zur Erstellung von solcher Karten angeeignet. Susanne Bouvard: „Das gibt viel Arbeit, doch es lohnt sich. Orientierungslauf ist ein phantastischer Sport, der Ausdauer, Kartenlesen und Naturerlebnis zusammen bringt. Da sind mitunter auch Kinder begeistert, die sich sonst von sportlichen Aktivitäten nicht so sehr fesseln lassen.“

Lehrerin Monika Burgener hat das Kartenlesen auch für andere Fächer entdeckt: „Um aus dem Klassenzimmer herauszukommen habe ich im Französischunterricht schon Texte im Schularreal versteckt und die mussten dann per Karte gefunden und zusammen getragen werden.“ Auch zwei Mütter waren mit dabei – Susanne Baumann zeigte sich begeistert vom Anlass und feuerte die Schüler beim Schlussspurt an.  Sie fand es sehr positiv, dass die ganze Schule hinter der Aktivität steht und so viele Lehrer mitgekommen sind. Entsprechend gern stellte sich gerne zur Verfügung einige Kinder nach Schaffhausen zu transportieren. Die Hallauer liefen nicht ohne Erfolg – der oberste Podestrang blieb ihnen zwar noch versagt, doch Ehrenplätze gab es in den verschiedenen Kategorien für sie doch einige. Ob bald andere Schulen den Hallauern nacheifern?

Die International School of Schaffhausen (ISSH) ist dem Anlass schon seit vielen Jahren treu und war erneut mit etlichen Teams dabei – am Schaffhauser sCOOL-Cup werden auch Englisch, Spanisch und andere Sprachen gesprochen. Es wäre schön, wenn in nächster Zeit weitere Schulen den OL-Sport entdecken und so in Zukunft mehr als hundert Teams an den Schüler-Meisterschaften mit dabei wären.

Der Schaffhauser sCOOL-Cup ist ein Anlass in einer Serie, die mittlerweile fast alle Kantone umfasst. Der Erfolg des Schaffhauser Anlasses darf sich sehen lassen: Grössere Kantone vermögen weniger Kinder zu mobilisieren als die Schaffhauser Truppe. Ursula Wolfensberger aus Fehraltorf war als Vertreterin des Verbandes mit dabei und freute sich an der effizienten Organisation, die Laufleiterin Doris Ochsner jedes Jahr mit wenigen Leuten aufzieht.

Am Start stand mit der Juniorin Lisa Schubnell aus Winterthur eine Läuferin des nationalen Nachwuchskaders. Sie hat sich in den letzten Jahren regelmässig für die Jugend-Europameisterschaften qualifiziert und hofft nun im Sommer auf einen neuen Höhepunkt: Im Juli will sie bei den Weltmeisterschaften am Start stehen. Sie hat als Schülerin einige sCOOL-Cups bestritten und sich für OL als Lieblingssport entschieden. Auf der Breitenau sorgte sie dafür, dass die Kinder die Karte richtig in die Hände nahmen, wies den ganz unerfahrenen den Weg zum ersten Posten und gab die nötigen Tipps, wenn ein Kartenzeichen nicht hunderprozentig klar war.

Die besten Teams eilten zielsicher auf gerader Linie zu den Posten – diejenigen mit OL-Erfahrung waren schnell auszumachen. Aber es hielten auch Schüler vorne mit, die (noch?) nicht bei der OLG Schaffhausen trainierten. Andere standen halt mal an einer falschen Ecke, weil sie Norden mit Süden verwechselt hatten und deshalb in die falsche Richtung gelaufen waren: Wieder auf die richtige Bahn gebracht versuchten sie mit einem Zwischenspurt Verpasstes wett zu machen. Für viele war der Wettkampf allzu schnell vorbei – doch im Hallenbad konnte der noch vorhandene Schwung ins Wasser gebracht werden, ehe es dann zur stimmungsvollen Rangverkündigung zurück ging.