Viel Spass mit den Weltstars


Der PostFinance-Sprint in der Schweiz ist für die Schüler immer wieder eine einmalige Gelegenheit, sich mit den besten Orientierungsläufern der Welt zu messen. Gleichwohl steht der Spass im Vordergrund.

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Wenn die achtfache finnische Weltmeisterin Minna Kauppi, der norwegische Doppeleuropameister Olav Lundanes oder der dreifache Champion Valentin Nowikow auf Sechstklässler treffen, ist die Kommunikation nicht so einfach. Das Frühenglisch hat noch keine grossen Spuren hinterlassen und die Deutschkenntnisse der Weltmeister sind kaum besser. Doch Orientierungslauf ist wie Sport im allgemeinen international. Schnell verstehen sich die Schüler des Schulhauses Hebel in St. Gallen und die besten Orientierungsläufer der Welt mit Händen, Füssen und Gesten - und natürlich den wenigen Brocken, die die Schüler eben gleichwohl schon kennen. Einfacher haben es da die Teams von Judith Wyder, Martin Hubmann, Matthias Merz oder Matthias Müller, den vier Schweizer Vertretern.

Nach dem ersten kurzen Kennenlernen in den Staffeln und der ersten kleinen Enttäuschung für den kleinen Jonas, nicht in der Staffel mit seinem Namensvetter, dem Sprint-Europameister Jonas Leandersson, im Team zu sein, wärmen sich die zwölf Staffel-Teams unter der Anleitung ihres Stars auf. Besonders kreativ zeigt sich hier die Russin Tatjana Rjabkina - Böckligumpen, Menschenslalom und Purzelbäume gehörten in dieser Gruppe zum Warmup-Programm. Es war allerdings nicht das Siegesrezept. Die schnellste Staffel hatte nämlich Helena Jansson, neben Leandersson und Annika Billstam eine von drei Schweden.

Die OL-begeisterten Schüler, die am Tag nach dem grossen Kinderfest in St. Gallen eigentlich frei gehabt hätten, gaben diesen Freitag gerne für die sCOOL Tour de Suisse-Etappe, die von Robert Meier und Rita Deininger organisiert worden war. Noch am Vormittag eigneten sie sich die wichtigsten Grundkenntnisse an, als die meisten OL-Stars oberhalb von Gais im Hirschberg ihre Annäherung ans Appenzeller Terrain für den PostFinance-Sprint am Wochenende suchten. Entsprechend gekonnt analysierten die Schüler nach ihrem Lauf am Nachmittag die Routen mit den Profis. Doch noch wichtiger und begehrter waren natürlich die Autogramme der Stars. Und im Gegenzug liess Rjabkina die Schüler auch ihr T-Shirt unterschreiben, so dass Staffeleuropameisterin ebenfalls eine bleibende Erinnerung an dieses «sCOOL Kids meets World Champions» haben wird.

Vor der obligatorischen Siegerehrung bedankten sich die Schüler auf ihre Weise und bewiesen, dass Fremdsprachen für sie eben doch nicht so fremd sind. Das Dankessätzlein an die Adresse der Stars kam perfekt auf Englisch und schliesslich gab es sogar ein «Tack så mycket!», was nicht nur den internationalen Gästen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte. Und ganz so gross war das Opfer mit dem Freitag schliesslich auch wieder nicht. Die Orientierungsläufer dürfen diesen in der Folgewoche ebenfalls noch einziehen.