10 Jahre Zuger sCOOL-Cup


Das Laufleiterteam Bettina Bieri und Ernst Moos sowie der bewährte Helferstab freuten sich über die 721 OL-motivierten Schüler, die in den vier angebotenen sCOOL-Kategorien starteten.

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Durch die ideale Lage des Schulhauses Ehret in Hünenberg bot sich eine Bahnenlegung bis in den angrenzenden Wald an, was bei einigen Schülern zu ausgiebigen Suchaktionen führte. In der Kategorie H3 beispielsweise absolvierte das Siegerteam die Bahn in 12 Min. 41 Sek., während ein anderes Team für die gleiche Strecke 1 Std. 15 Min. 13. Sek. unterwegs war. Trotzdem kamen die meisten Kinder fröhlich und zufrieden im Ziel an und nur wenige brauchten eine kleine Aufmunterung.

Die erst- und zweitrangierten Zweierteams aus der höchsten Schwierigkeitsstufe qualifizierten sich für die Teilnahme am Schweizerischen Schulsporttag: Sonja Borner, Tabea Imfeld, Nadia Gehrig und Joëlle Girardin sowie Fabian Arnold, Luca Arnold, Flurin Jurt und Cyril Andrey.

Prominente Gäste aus Sport und Politik bereicherten den Anlass. Regula Hürlimann, die Gemeindepräsidentin von Hünenberg, schätzte die Begeisterung der Kinder und freute sich, als Helferin am Start ihre Amtskollegin aus Baar, Sylvia Binzegger Imfeld, anzutreffen. Wie jedes Jahr war auch Felix Jaray, Abteilungsleiter Schul- und Erwachsenensport des Kantons Zug, unter den Besuchern anzutreffen. Seine wohlwollende Haltung dem Anlass gegenüber ist für die OLV-Zug-OrganisatorInnen immer wieder eine grosse Motivation für eine weitere Durchführung des sCOOL-Cups.

Aus dem Sportsektor wurde der sCOOL-Cup durch drei Spitzenläufer aus dem schweizerischen Juniorenkader unterstützt: Martina Ruch, Anina Brunner und Sandro Vock. Alle schafften es schon mehrmals aufs Podest von Schweizermeisterschaften und haben viele gute internationale Resultate erzielt. Mit dieser reichen Erfahrung konnten sie den aufmerksamen kleinen und grösseren ZuhörerInnen wichtige Tipps im Umgang mit der Karte vermitteln.

Bei einem Erfahrungsaustausch nach getaner Arbeit, amüsierten sich die OrganisatorInnen unter anderem über spassige Begebenheiten:

Beim Warten auf die zugeteilte Startzeit zappelt ein Mädchen hin und her und auf und ab: "Ich bin ja sooo nervös – ich bin schampar nervös!" Ein Beruhigungsversuch wird so kommentiert: "Ich bin ja gar nicht wegen mir nervös, sondern wegen meinem Bruder – er machte jetzt gerade die Fahrprüfung."

Als einem kleinen Mädchen der Postenbeschrieb ausgehändigt wird, fragte es, was es damit machen solle. Auf die Erklärung hin, dass hier beschrieben sei, wo der Posten genau stehe (z. B. "Veloständerecke" oder "Fusswegverzweigung"), folgt ein treuherziger Blick und die erstaunte Antwort: "Aber mir händ di chline Buechschtabe no gar nöd gha!" Ein anderer kleiner Teilnehmer wundert sich ebenfalls über den Postenbeschrieb. Ihn verwirren die Zahlen. Es wird ihm erklärt, dass jeder Posten eine Nummer habe und sein erster Posten zum Beispiel mit der Nummer 31 bezeichnet sei. Da folgt: "Aber mir känned erscht d'Zahle bis zwänzg!"

Und noch ein Beispiel, welch wuchtige Wörter im Wettkampffieber ausgeteilt werden: Rennt ein grosser Schüler in vollem Tempo, mit langen Schritten dem Ziel entgegen und wird gefragt, ob er alleine gestartet sei. "Nein, wir waren zu zweit". Die Zielverantwortliche lässt ihn den Zielposten nicht stempeln, weil beim Einlaufen das Team komplett sein muss. Da schreit der Athlet: "Wo isch dänn die huere Schwuchtle!"

(Ruth Bieri)