sCOOL-Cup Vaud in Aigle: Eitel Sonnenschein für Robben + Co.


124 Schüler starteten beim sCOOL-Cup Vaud in Aigle und genossen perfekte Bedingungen und wunderbares Wetter.

Resultate

Der im ehemaligen Schiessstand domizilierte Parc Aventure gleich neben dem Start-Zielgelände des sCOOL-Cup Vaud über Aigle war schon fast sinnbildlich. Für einige der Equipen verwandelte sich der Postenlauf im Wald Le Fahy zum fast zweistündigen Abenteuer. Die erste Annäherung an den Orientierungslauf war für einige der 124 Schüler ein Kampf mit Ästen, Wurzeln und der Karte. So war die Enttäuschung gross, wenn der Posten, den man zielsicher bei einem Felsen ansteuerte, nicht wie erwartet die Nummer 71 trug, sondern einem die Zahl 64 schon fast hämisch entgegen grinste. Der richtige Posten war 100 m weiter südlich wieder den Abhang, den sich das Duo hinaufbemüht hatte, hinunter.

Die Teenagerin mit dem T-Shirt des italienischen Nationalkeepers Buffon stapfte mit ihrer Kollegin wieder von dannen. Doch Buffon war im Wald von Fahy in guter Gesellschaft. Auch kleine Iniestas, Torres' und Robbens waren mit Karte und Kompass unterwegs. Die Ausrüstung reichte vom Hello-Kitty-T-Shirt und gewöhnlichen Strassenschuhen bis zur halbprofessionellen Ausrüstung - gemeinsam war allen indes der Spass.

Entsprechend waren die Enttäuschungen über verpasste Posten in pittoresker Umgebung über dem Schloss von Aigle und bei prächtigem Vorsommer-Wetter die Ausnahme. So fielen sich zwei Schüler aus Freude über ihre Leistung nach dem Zieldurchlauf in die Arme. Als sie hörten, dass ihre Zeit von 26 Minuten exzellent gewesen sei, umringten sie in regelmässigem Abstand Pierre-André Baumgartner, der im Ziel unter einem Baum die Zeiten erfasste. Sein Rechnungsbüro wurde von einem kaum hörbaren Stromgenerator betrieben und spuckte in regelmässigen Abständen die Ziel- und Abschnittszeiten der angekommenen Equipen aus.

Die Blätter wurden von den Schülern mit grossem Interessen und noch grösseren Augen inspiziert. Den Profis gleich wurden die gewählten Wege und die gelaufenen Zeiten mit den Kollegen verglichen. Und je mehr Equipen ins Ziel kamen, desto mehr gefordert war Baumgartner, der jeweils geduldig die aktuelle Rangliste auf den Schirm brachte. Dazwischen wurden die Kollegen, die auf dem Schlussspurt waren, kräftig angefeuert.

Am Ende konnte sich «Robben» tatsächlich freuen. Die Zeit seiner Equipe reichte tatsächlich zum Sieg in der Kategorie. Er durfte sich damit im Schulhaus eine Medaille überreichen lassen. Die meisten liessen sich nach der Anstrengung aber nicht von der Hektik um Schlusszeiten anstecken und erholten sich mit Farmer-Stängel und Ice Tea in der Sonne. (Text Sascha Rhyner)