Schaffhauser sCOOL-Cup: Alle 90 gemeldeten Teams dabei


So vielfältig war der Schaffhauser sCOOL-Cup in seiner Geschichte noch nie: Aus insgesamt 18 Schulhäusern der Region trafen Läuferinnen und Läufer auf dem Breitenau-Areal ein um einen – vielleicht sogar ihren ersten – Orientierungslauf zu bestreiten.

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48 Schülerinnen und Schüler waren allein aus Hallau angereist – sie wurden von Kerstin Hänseler optimal betreut und auf den Wettkampf vorbereitet. Eine Woche zuvor hatte es in Hallau auf der neuen Schulhauskarte ein Training gegeben, auf der Breitenau selbst wurden die Kinder und Jugendlichen mit der Karte vom Vorjahr auf den Wettkampf eingestimmt, bevor es losging. Die Hallauer konnten schliesslich bei den Mädchen drei Podestplätze zurück in den Klettgau bringen, Serena Schmidt und Lea Lüscher wurden gar kantonale Schülermeisterinnen bei den 5./6.-Klässlerinnen. Kerstin Hänseler verspricht, dass sich das OL-Fieber im Klettgau ausbreiten wird: „Die Fusion mit Wilchingen steht wohl bevor und mit Neunkirch sind wir im Gespräch, nächstes Jahr einen OL im Wald durchzuführen.“

Die langjährige Laufleiterin Doris Ochsner hofft, dass das Vorbild der Hallauer Schule macht und weitere Schulgemeinden erfasst. Die International School of Schaffhausen hatte seinerzeit die Initialzündung gegeben – auch sie war wieder mit 15 Teams dabei. Sie konnte mit Alyssa Lohrer und Noa Peeretz ebenfalls ein Siegerteam feiern. Die Nachwuchsläufer Sven Hellmüller und Lisa Schubnell mussten ihre Englischkenntnisse anwenden, um diesen Schülern gerecht zu werden. Für beide war das kein Problem – im Lauf ihrer Karriere als Junioren haben sie schon viele internationale Wettkämpfe hinter sich und stecken nun mitten in den Vorbereitungen auf ihre letzte Junioren-Weltmeisterschaft, für die sie sich einiges erhoffen. Beide liessen es sich nicht nehmen, die lange Strecke zum Abschluss des Anlasses selbst zu laufen. Die Bahn von Jonas Brütsch, Nachwuchsläufer der OLG Schaffhausen, er hat die Aufgabe von Priska Ringli übernommen, hatte einige Routenwahlprobleme, indem die direkte Linie quer durch Gebäude oder geschlossene Gartenanlagen führte. Das Hallauer Duo Reana und Mira Hänseler dazu: „Wir mussten einige Male richtig studieren, wo wir durchlaufen sollen. Man konnte nicht einfach den Wegen folgen.“ Stolz zeigten sie ihrer Mutter die komplizierte Bahn – „lang war sie auch“ meinten die beiden. Immerhin zwei Kilometer. Ein dritter Rang war der verdiente Lohn für ihre Leistung.

Ein treuer Begleiter der animierten Veranstaltung auf der Breitenau ist das Wetter. „Wir hatten immer Glück, auch wenn es am Morgen regnet, bei unserem sCOOL-Cup scheint am Nachmittag die Sonne“ meinte Doris Ochsner, hoffend, dass das so bleibt. So war es auch an diesem Mittwochnachmittag – nur einzelne Wasserlachen in den bewaldeten Partien der Breitenau erinnerten an die Regenfälle an den Tagen und in den Stunden zuvor. Die Sonne schien zur Rangverkündigung und Preisverteilung. Natürlich waren die OL-Läufer – insbesondere aus der Familie Zehnder mit ihren Klassenkameraden erfolgreich – doch auch andere Schüler konnten sich in Szene setzen. Insgesamt gingen die Auszeichnungen an zwölf Schulen. Stolz sein auf ihre Leistung dürfen Katja Brütsch und Lena Netzhammer, die nur sechzehn Sekunden langsamer waren als Lisa Schubnell, die vor einem Jahr in der Schweizer WM-Bronce-Staffel mitgelaufen ist. Wenn sie so laufen, werden sie in einem Monat am Schweizer Schulsporttag, für den sie sich qualifzierten, gute Aussichten haben. Nicht zum ersten Mal haben sich für diesen Anlass auch die Steiner Benjamin Götz und Jonas Morgenegg qualifziert, die beiden sind sonst eigentlich im OL-Sport nie dabei und zeigten, dass auch nicht OL-Läufer am sCOOL-Cup bei regelmässiger Teilnahme Erfolg haben können. Doris Zehnder wird die Schaffhauser Delegation begleiten. Unter jenen, die das Podest verpassten wurden Preise verlost. Und nächstes Jahr kann von den diesjährigen Erfahrungen profitiert werden: Eine Aussicht, die jene, die Tränen vergossen, weil sie einen Posten falsch gestempelt hatten, schlussendlich doch zufrieden von dannen ziehen liess.