Schüchterne Talente und Wetterglück


Die sCOOL Trophée Suisse Romande an den idyllischen Gestaden des Neuenburgersees bot ideale Rahmenbedingungen für die Schüler.

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Es war ein harter Kampf. Gemeint ist nicht jener der Schüler mit Karte, Badge und Posten, sondern jener am Himmel. Schwarze Wolken türmten sich über Yverdon-les-Bains, nur vereinzelt hielten blauen Flecken und Sonnenstrahlen dagegen. Doch so wie die Schüler rechtzeitig über die idealen Bahnen der sCOOL Trophée kamen, so verloren die dunklen Wolken den Kampf am Himmel - zumindest bis die Preisverteilung vorüber war. Dafür verwandelten die Regentropfen danach Yverdon-les-Bains in Yverdon-les-Douches. Der Weg für die Schüler zum nahegelegenen Bahnhof wurde beschwerlicher als die Postensuche unmittelbar zuvor. Und nass.

Doch das Nass ganz zum Schluss der Veranstaltung trübte nicht den Spass. Kein Team, das nicht auf den letzten Metern quer über den Fussballrasen einen formidablen Schlussspurt hingelegt hätte - auch wenn vielleicht vorher nicht jeder Schritt ein schweisstreibender gewesen war. Die Freude war allen Teilnehmern anzusehen. Und dass das lokale Fernsehen La Télé noch vor Ort war, erhöhte natürlich den Spannungsbogen, auch wenn es nicht «en direct» war. «Mir si erscht», riefen Marina und Fanny erstaunt beim Betrachten der Rangliste. Aus dem Kanton Freiburg waren auch deutschsprachige Schüler an der Trophée. Und die beiden Mädchen schauten dann ganz schüchtern Bettina Aebi an, die fleissig Autogramme verteilte. Schliesslich erkundigten sie sich bei ihr, wie lange die Bernerin denn schon OL mache. Die andächtigen Blicke auf das T-Shirt der Kaderläuferin lassen vermuten, dass die beiden 13-Jährigen wohl bald auch sonst an einem Orientierungslauf anzutreffen sind.